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Laboratory Animal Facility
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Kommentar des Leiters
 

Tierexperimentelle Untersuchungen sind eine unverzichtbare Ergänzung tropenmedizinischer Forschung. Das Tierhaus berät und unterstützt die Wissenschaftler bei der Vorbereitung und Durchführung von Untersuchungen tropenmedizinischer Infektionskrankheiten in experimentellen Modellsystemen, die als Vorbereitung der Untersuchungen am Menschen nötig sind.
Obwohl sich die Anzahl der einzelnen Tierexperimente gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht hat, konnte durch den Einsatz alternativer oder verfeinerter Methoden die Anzahl der Tiere auch 1996 auf einem niedrigen Stand gehalten werden, ohne daß die Durchführung der Tierexperimente negativ beeinflußt wurde. Die freiwerdenden Räumlichkeiten wurden für verbesserte und artgerechtere Haltungsbedingungen (z.B. Bodenhaltung bei Kaninchen mit Stroheinstreu) im Sinne des Tierschutzes genutzt. Außerdem wird versucht, alternative Methoden der Immunisierung und Antikörpergewinnung, z.B. aus den Eiern immunisierter Hühner, zu verwenden.
Durch routinemäßige und systematisch durchgeführte bakteriologische und mykologische Untersuchungen von Trinkwasser und Tierfutter im Tierhauslabor konnte der Hygienestatus weiterhin durch entsprechende Maßnahmen erheblich verbessert werden. Der Gesundheitsstatus der Tiere ist als sehr gut zu bezeichnen. Dies zeigen u. a. auch parasitolo-
gische, bakteriologische und virologische Untersuchungen, deren Ergebnisse immer negativ waren.
Neben 8 anzeigepflichtigen Versuchsvorhaben wurden 12 genehmigungspflichtige Projekte entsprechend den Verordnungen des Tierschutzgesetzes durchgeführt.
Schwerpunkt der Untersuchungen war, die Interaktion Parasit-Wirt zu studieren und mono- bzw. polyklonale Antikörper gegen verschiedene Antigene zu produzieren. Insbesondere wurde (in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Dr. Hörauf, Sektion Medizinische Mikrobiologie) die experimentelle Infektion von Mäusen mit Litomosoides sigmodontis Filarien etabliert, der einzigen Filarienspezies, die in Labormäusen einen vollständigen Entwick-
lungszyklus von der infektiösen Larve (L3) bis hin zum fertilen adulten Wurm durchlaufen kann. Aufgrund dieser Tatsache eignet sich dieses Infektionsmodell besonders gut für die Analyse der immunologischen Abwehr von seiten des Wirtes und für die Austestung von Impfstoffen gegen Filarienerkrankungen. Es ergänzt somit die Forschungen zur Bekämpfung der Onchozerkose, die am Institut ein Schwerpunktprogramm darstellen; entsprechende Impfstudien mit potentiell schutzvermittelnden Proteinen, die am Institut identifiziert wurden, werden derzeit durchgeführt. Weitere Untersuchungen betrafen die Pathogenese der Amoebiasis, der Leishmaniasis und der Chagas-Erkrankung. Das Tierhaus arbeitete außer-
dem mit bei der Entwicklung einer Methodik zur Diagnose einer Mikrosporidien-
infektion beim Menschen.
 

Thomas Schüler
 
 



 
Staff 

Dr. Thomas Schüler (Head) 
 

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