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Das Onchocerciasis-Programm des Instituts entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Modell für krankheitsorientierte Forschung im Bereich der Molekularen Medizin. Die Arbeiten in diesem Programm verbinden klinische Studien, die in abgelegenen Dörfern in Afrika durchgeführt werden, mit parasitologischen und immunologischen Forschungsprojekten in Hamburg. Die Entwicklung des Instituts zu einem Zentrum für Onchocerciasis-Forschung wurde ermöglicht durch institutsinterne Mittel und vor allem durch die großzügige und umfassende Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie während der letzten fünf Jahre. ![]() |
Die wissenschaftliche Arbeit des Programms,
die auf verschiedenen nationalen und internationalen Symposien vorgestellt
wurde, hat weltweit Beachtung und Anerkennung gefunden. Der Fortschritt
bei der Identifizierung und Charakterisierung von kritischen Parasiten-Genen
und -Proteinen und die Analyse der humanen Immunantwort gegen den Parasiten
sowie einzelne Parasitenproteine ist eine gute Voraussetzung für Medikamentenstudien,
die das Überleben des Parasiten beeinflussen, sowie für die Entwicklung
eines Impfstoffes gegen die Erkrankung.
Die Arbeiten des vergangenen Jahres setzten die Charakterisierung von relevanten Parasitenantigenen fort und verbesserten das Verständnis der Immunantwort gegen Onchocerca volvulus. Einige der identifizierten Stress-induzierten Proteine wurden durch Immunhistochemie und Elektronenmikroskopie in adulten weiblichen Würmern lokalisiert. Ebenso wurde bei verschiedenen Onchocerca-Spezies die Verteilung inflammatorischer Zellen untersucht, und es konnte gezeigt werden, daß intakte Mastzellen bei allen analysierten Spezies von Onchocerca vorkommen. Eine der ‘Death Domain’ von humanen apoptotischen Proteinen ähnliche Domäne wurde in neuronal exprimiertem Protein E 1 des Parasiten identifiziert. Weiterhin konnten durch die Charakterisierung exkretorisch-sekretorischer Produkte der Mikrofilarien immunregulierende Proteine nachgewiesen werden, welche die Expression von Obeflächenmarkern der Monozyten beeinflussen. Die immunologischen Arbeiten konzentrierten sich auf die humoralen und zellulären Antworten infizierter und putativ immuner Individuen, d.h. Bewohner, die dem Parasiten ausgesetzt sind, aber nicht erkranken. Die umfangreiche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Forschern, die wichtige Parasitenantigene kloniert, charakterisiert und exprimiert haben, und mit den immunologisch arbeitenden Gruppen gestattet eine genaue Charakterisierung der humanen Immunantwort gegen individuelle Parasitenantigene. Immunreaktive Domänen und Epitope der einzelnen Antigene werden an Hand von Proteinfragmenten sowie durch synthetische Peptide weiter charakterisiert. In diesem Zusammenhang werden diagnostische Marker für die Auffindung präpatenter Infektionen und insbesondere für die serologische Identifizierung von putativ immunen Individuen entwickelt. Die ausführliche biochemische und molekulare Charakterisierung von Parasitenantigenen stellt eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines Impfstoffes dar, der das Überleben der Parasiten kontrolliert. Das Tiermodell, das den Lebenszyklus von Litomosoides sigmodontis in Labormäusen studiert, ist nun etabliert und wird dazu verwandt, die Immunantwort gegen diese Filarie zu studieren und einzelne, vielversprechende Parasitenproteine auf ihre Eigenschaft als Vakzinkandidaten zu untersuchen. In diesem Modell wird die Immunantwort charakterisiert, welche die Larvenentwicklung reguliert, und es wurde gezeigt, daß Th2 Zellen oder Typ 2 Zytokine als Effektoren wirken und die Entwicklung der Larve kontrollieren. Peter F. Zipfel
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| Staff
Privatdozent Dr. Peter F. Zipfel, Molecular Biology, Coordinator
Doctoral Students Alf Domeyer, Molecular Biology
Support Staff Alexandra Bialonski, Molecular Biology
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