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| Die Forschung der Arbeitsgruppen in der Sektion
war wie zuvor zu einem großen Teil in die abteilungsübergreifenden
Schwerpunktprogramme über Amöbiasis und Onchozerkose integriert.
Die Projekte dieser Programme werden in dem vorliegenden Bericht von den
Koordinatoren gesondert zusammengefaßt. Einige der Arbeitsgruppen
widmeten sich darüber hinaus anderen Fragestellungen. So werden grundlegende
Mechanismen der Faltung integraler Membranproteine beispielhaft am bakteriellen
Rhodopsin untersucht.
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Arbeiten zur Struktur-Funktionsbeziehung des komplementregulierenden
Serumproteins Faktor H wurden fortgesetzt. Ähnliche und vergleichende Untersuchungen
wurden mit einem strukturell und offenbar funktionell verwandten Protein
eines primitiven Wirbeltieres begonnen. Aus den Vergleichen werden interessante
phylogenetische Einblicke erwartet.
Der wachsenden Familie humaner Proteine, die strukturelle Ähnlichkeit zu Faktor H haben, gesellte sich ein weiteres Mitglied hinzu. Es wurde durch cDNA-Untersuchungen gefunden. Im Hinblick auf seine Funktion - und die Funktion der anderen drei bislang bekannten Familienangehörigen - ergab sich erstmals ein gewisser Hinweis dadurch, daß dieses jüngste Mitglied gleichzeitig als Apolipoprotein identifiziert wurde. In weiteren Details wurde der Wirkmechanismus bestimmter Transkriptionsfaktoren des Interleukin-2-Gens in T-Lymphozyten untersucht. Dabei zeichnet sich ein Unterschied zwischen den bekannten Subtypen Th1 und Th2 der T-Helferzellen ab. Dieser Befund könnte einen weiteren Schritt bei der Analyse der Regulation der T-Helfer-Dichotomie markieren, die als sehr bedeutsam bei der Infektabwehr angesehen wird. Im vergangenen Jahr wurde erstmals erfolgreich eine genomweite Kopplungsanalyse bei einer parasitären Tropenkrankheit durchgeführt; von einer französischen Arbeitsgruppe wurde ein Suszeptibilitäts- bzw. Resistenz-Locus für Schistosomiasis auf Chromosom 5 lokalisiert. Das Ergebnis konnte bei uns relativ rasch bestätigt und ergänzt werden. Nach wie vor gilt es aber für weitere Studien dieser Art, Proben von klinisch und epidemiologisch gut charakterisierten Familienmitgliedern aus den Endemiegebieten der Tropenkrankheiten zu suchen. In dieser Hinsicht wird der Beginn der Arbeiten in der neuen kooperativen Forschungseinrichtung des Instituts in Afrika dringend gewünscht. Zur Zeit wird in der Abteilung Molekulargenetik weiterhin die Kartierung klassischer monogener Erbkrankheiten mit einbezogen. Drei neurologische Krankheitsbilder werden derzeit untersucht, ein Locus für angeborene Taubheit wurde inzwischen bestätigt und eingegrenzt. Ein Projekt über die genetische Grundlage der Trypanotoleranz des Rindes wird in enger Zusammenarbeit mit dem International Livestock Research Institute, Nairobi, fortgesetzt. Im Maus-Modell wurden in Nairobi drei Kandidatenregionen ermittelt. Wir haben den Major Histocompatibility Complex als eine dieser Regionen beim Rind bestätigt und mit seiner physikalischen Kartierung begonnen. Neue Studien zur trypanolytischen Aktivität des menschlichen Serums fügten darüber hinaus Haptoglobin und verwandte Proteine als Kandidaten hinzu; dementsprechend wurde das analoge Gen des Rindes in das Projekt aufgenommen. Rolf Horstmann
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| For additional information please also see Investigators’ Reports. |
| Staff
Prof. Dr. Rolf D. Horstmann
Doctoral Students Jörg Andrä
Erik Schneider
Support Staff Claudia Benkert
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