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Das Institut hat in seiner Forschungsstation, dem „Institut de Médecine Tropicale de Hambourg“ (IMTH) in Macenta im Regenwaldgebiet von Guinea, die 1995 begonnenen Labor- und Feldarbeiten mit der freundlichen Unsterstützung und Genehmigung durch das Gesundheitsministerium und in weiterer Zusammenarbeit mit dem nationalen Onchozerkose-Bekämpfungsprogramm fortgesetzt. Von besonderer Bedeutung waren die gute Kooperation mit der Direction Préfectorale de la Santé (DPS), dem lokalen Krankenhaus und der Missionsstation von Philafricaine. Wertvolle logistische Unterstützung wurde von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gewährt.Innerhalb des Onchozerkoseprogramms in IMTH wurden die Arbeiten zur Charakterisierung der menschlichen Immunantwort gegenüber Onchocerca volvulus und Untersuchungen relevanter Parasitenantigene fortgeführt. Hierzu wurden sowohl T- als auch Effektorzellstudien durchgeführt und Antigene von adulten Würmern als auch Mikrofilarien isoliert. ![]() |
Reihenuntersuchungen wurden in acht für Onchozerkose
hyperendemischen Dörfern vorgenommen. Insgesamt wurden 1872 Personen
untersucht. Durchschnittlich waren klinisch parasitologisch 80% positiv,
und 510 Patienten wurden nodulektomiert, wobei 2324 Knoten entfernt wurden.
Dies entspricht einem Durchschnitt von 4,6 Knoten pro Patient.
Nach Reihenuntersuchungen wurden Massenbehandlungen mit Ivermectin durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus von Macenta wurde eine Untersuchung zum Vorkommen von Wuchereria bancrofti und weiteren humanpathogenen Filarien vorgenommen. Bei 50 Probanden aus der Präfektur Macenta wurden keine Mikrofilarien im Blut nachgewiesen. Des weiteren wurden monatlich entomologische Untersuchen an drei Flüssen, dem Makona, Loffa und Diani, durchgeführt, um die saisonale Übertragung in der Regen- und Trockenzeit zu bestimmenen. Eine Folgestudie zur Prävalenz des Lassafiebers wurde in Kooperation mit dem Krankenhaus Guéckédou vorgenommen. Im Rahmen der Aktivitäten der Forschungsstation wurde eine Pilotstudie zum Vorkommen der Onchozerkose im Südwesten von Ghana durchgeführt. Das Projekt wurde durch die großzügige Unterstützung der medizinischen Fakultät der Universität Kumasi ermöglicht. Die Felduntersuchungen umfaßten ein “Rapid Assessment” in zehn Orten der Ashanti und Central Region. In der Umgebung Kumasis wurden hypo- und mesoendemische Dörfer gefunden. Die untersuchten Dörfer im Waldgebiet der Central Region waren hyperendemisch mit Prävalenzen bis zu 100%. Begleitende entomologische Untersuchungen ergaben, daß in den Fängen bis zu 90% Kriebelmücken des Simulium sanctipauli Subkomplexes vertreten waren. Bei diesen wurden bis zu 20% infektiöse O. volvulus Larven gefunden. Thomas Kruppa
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| Staff
Dr. Thomas F. Kruppa, Head
Support Staff (Hamburg) Silke van Hoorn
Support Staff (Guinea) Leon Camara
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