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Das Onchozerkose-Programm führte
die Arbeiten zur biologischen und biochemischen Charakterisierung des Parasiten
Onchocerca volvulus und zur Analyse der Interaktion von O. volvulus
und Litomosoides sigmodontis mit deren immunkompetenten Wirten fort.
Die Begeisterung der Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen bei der Bearbeitung
der Thematik erlaubte einen intensiven Austausch von Ideen, Methoden und
resultierte in vielfacher fruchtbarer Zusammenarbeit. Diese gemeinsamen
Aktivitäten halfen, die Kenntnisse über den Parasiten zu erweitern
und wichtige Aspekte der Wirt-Parasit-Wechselwirkung zu verstehen. Mitglieder
des Programms waren zu nationalen und internationalen wissenschaftlichen
Tagungen eingeladen, und zusätzlich zur Unterstützung durch das
Institut erhielten Wissenschaftler des Programms Förderung von nationalen
und internationalen Institutionen.
Im vergangenen Jahr wurden neue
Filarienmoleküle identifiziert, die eine Rolle bei der Entgiftung
und bei der Gewebsveränderung spielen können. Ein Peroxidoxin
Protein, das antioxidative Funktion aufweist, wurde kloniert und in rekombinanter
Form exprimiert, und des weiteren wurde eine von Mikrofilarien freigesetzte
Elastine-ähnliche Protease identifiziert.
Ein weiterer Fortschritt der letzten
Monate beinhaltete die Charkterisierung von intrazellulären Bakterien
bei O. volvulus und bei L. sigmodontis. Basierend auf der
Sequenz der bakteriellen Moleküle konnten die intrazellulären
Organismen zur Gattung der Wolbachien klassifiziert werden. Gegenwärtig
wird die Bedeutung und Funktion dieser intrazellulären Bakterien weiter
untersucht, und im Tiermodell konnten die Endobakterien durch Behandlung
mit Tetracyklin eliminiert werden.
Weitere Arbeiten konzentrierten
sich auf die Verbesserung der PCR-Technik für die Differentialdiagnose
von Mikrofilarien in der Haut, sowie für die Unterscheidung anthrophiler
und zoophiler Populationen des Simulium damnsoum Komplexes. Aufgrund
des Fehlens eines wirksamen und sicheren Medikamentes gegen Onchozerkose
und lymphatische Filariosen wurde der Polyaminstoffwechsel weiter analysiert.
Durch Expressionsstudien auf molekularer und Organismen-Ebene wurde die
Bedeutung der S-Adenosyl-methionin Decarboxylase als Wirkstoff untersucht.
Eine Reihe von Parasitenantigenen
wurde im Lauf des Onchozerkose-Programms identifiziert und kloniert. Die
funktionelle Charakterisierung der einzelnen Proteine, die Kenntnis ihrer
Regulation und Expression im adulten Wurm sowie das Verständnis der
Immunantwort, die diese Proteine im menschlichen Wirt hervorrufen, bildet
eine hervorragende Basis für die Entwicklung von Vakzinen und wirkungsvollen
Medikamenten gegen O. volvulus. Die Analyse der einzelnen Proteine
bzw. von antigenen Peptiden in den verschiedenen Tiermodellen wird es erlauben,
protektive Proteine zu identifizieren, die als Vakzine gegen Onchozerkose
eingesetzt werden können.
Peter F. Zipfel
| Staff
Privatdozent Dr. Peter F. Zipfel, Parasitology, Coordinator
Visiting Scientists
Doctoral Students
Graduate Student
Support Staff
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Polytene chromosomes II (long arm)
of larvae of sympatric populations of Simulium damnosum s.l. cytotypes
(A) `Nyamagasani´ (standard for East Africa), (C) `Nkusi´ with
inversion IIL-5 and (B) a heterozygote with a loop containing both standard
and IIL-5 from river Mahoma in West Uganda. Only `Nyamagasani´ is
highly anthropophilic and a vector of Onchocerca volvulus in East
Africa.
Photo: Andreas Krüger
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