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Höhepunkt des Jahres war zweifellos die offizielle Eröffnung des "Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine" (KCCR), ein gemeinsames Projekt des Bernhard-Nocht-Instituts und der Medizinischen Fakultät der Universität von Kumasi, Ghana. Einzelheiten zum Ausbau des KCCR, zur Eröffnungsveranstaltung und zu den Aktivitäten des KCCR finden sich im Bericht des Direktors bzw. im Kommentar des Leiters der Einrichtung.
In Hamburg setzte die Abteilung für Pathologie ihre erfolgreiche und international beachtete Arbeit über die Dynamik von Virus- und Zellpopulationen bei der HIV-Infektion fort. In Zusammenarbeit mit der Firma Zeiss wurde eine computergestützte Methode zur Verbesserung der Analyse und Quantifizierung histomorphologischer Daten entwickelt. Eingebunden in eine hochproduktive internationale Kollaboration erzielte die Abteilung erneut beeindruckende Ergebnisse. Die Arbeiten wurden ausgezeichnet durch Verleihung des angesehenen AIDS-Forschungspreises der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie an Klara Tenner-Racz und Paul Racz. Darüber hinaus gelang es der Abteilung, den hohen diagnostischen Standard als Referenzzentrum für die Histopathologie von Tropenkrankheiten zu erhalten.
Wie zuvor konzentrierte sich die Arbeit der Abteilung für Klinische Chemie auf die Analyse der allergischen Reaktion bei Wurminfektionen und bei Atopien. Schwerpunkte waren die diagnostische Bedeutung zirkulierender Eosinophilen-Toxine als Indikatoren für den Krankheitsverlauf sowie die pathogenetischen und immunregulatorischen Aktivitäten des Gewebewurms Onchocerca volvulus. Letztere Studien sind Teil des Institutsprogramms über "Molecular and Cellular Interactions between Parasite and Host in Onchocerciasis" und sind an anderer Stelle vom Programm-Koordinator zusammengefaßt.
Die Abteilung für Tropenmedizinische Grundlagenforschung vervollständigte ihre erste genomweite Kopplungsanalyse, um Wirtsgene zu identifizieren, die für eine parasitäre Krankheit relevant sind: Anhaltspunkte für zwei Loci wurden gefunden, die Suszeptibilität und Resistenz des Menschen hinsichtlich der Infektion mit Schistosoma mansoni beeinflussen. Das tiermedizinische Gegenstück zu dieser Analyse, eine kollaborative Studie über Trypanosomiasis bei Rindern, erfordert zunächst erhebliche Arbeiten zur besseren genetischen und physikalischen Kartierung des Rindergenoms. Die Entdeckung des vergangenen Jahres, daß eine Connexin-26-Mutation die Ursache für angeborene Schwerhörigkeit unter Einwohnern des "Deaf Village" in Ghana ist, wurde zu einer epidemiologischen Untersuchung gehörloser Schulkinder in allen Landesteilen ausgeweitet. Zusammengefaßt beinhaltet die Forschung der Abteilung inzwischen alle relevanten Aspekte der Molekularen Medizin, von theoretischen Überlegungen der genetischen Epidemiologie bis zu praktischen Fragen Feinkartierung und Positionsklonierung.
| Scientific Staff
Prof. Dr. Rolf D. Horstmann
Prof. Dr. Paul Racz
Privatdozent Dr. Frank W. Tischendorf
Dr. Christoph Hamelmann
Dr. Norbert Brattig
Visiting Scientists, Department of Pathology and
Prof. Ralph M. Steinman,
Technical Staff Birgit Förster
Doctoral / Graduate Students Ruth Abraha
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Genomewide combined linkage and segregation analysis of susceptibility
to schistosomiasis mansoni applying a recently developed method which assumes
oligogenic inheritance. Data are presented chromosome by chromosome in
the numerical order. Green: Scores obtained using as parameters
the counts of excreted Schistosoma mansoni eggs. The highest peak
corresponded to a score of 350. Red: Scores obtained using as parameters
sCAA, the serum concentrations of a circulating adult worm antigen of S.
mansoni. The overall scores were nearly 20 times higher than those
obtained with egg counts, with the highest peak corresponding to a score
of 6600. Grey: Numbers of individuals genotyped at the various marker
positions (maximum number, 248). Thirty-four individuals of two large pedigrees
were tested initially, and additional families were included in chromosomal
regions where evidence for linkage was obtained (P<0.15). Phenotypes
used were the residuals of the parameters after correction for sex and
age.
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