Clinical Department:
 
Kommentar des Abteilungsleiters
 

Die Klinische Abteilung des Bernhard-Nocht-Instituts hat 68 Betten einschließlich dreier Intensivüberwachungsbetten mit Zentral-Monitoring für schwerkranke Patienten. Außerdem besitzt die Abteilung zwei Isolierbettsysteme für kontagiöse Erkrankungen und hämorrhagische Fieber wie Lassa-Fieber, Marburg-Virus-Erkrankungen, Ebola-Fieber u. a. Darüber hinaus kann eine Station mit insgesamt 20 Betten völlig quarantänisiert werden. In der Ambulanz werden etwa 6.000 Patienten pro Jahr betreut.

Technische Einrichtungen bestehen aus Endoskopie, EKG mit Ergometrie, Lungenfunktionstest, Röntgen, Ultraschall mit Computersonographie, Routinelabor und Forschungslaboratorium. 1998 wurde die Röntgeneinrichtung komplett erneuert. Die Endoskopie wurde modernisiert durch die Einrichtung einer Video-Endoskopie. Die diagnostischen Einrichtungen sind auf modernem Stand.

Die Klinische Abteilung funktioniert als internistisches Krankenhaus mit Schwerpunkt für Infektionskrankheiten und Tropenkrankheiten einschließlich HIV und AIDS. Die Abteilung ist ein Referenzzentrum für ganz Deutschland und darüberhinaus. Außer der Routinetätigkeit für die Patienten und der Routinediagnostik sind einige Ärzte wissenschaftlich tätig, entweder in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des Instituts oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Hamburg und außerhalb von Hamburg. Auf dem Gebiet der Pathophysiologie der menschlichen Malaria sind in den vergangenen Jahren erfolgreiche Forschungsprojekte durchgeführt worden. Seit kurzem hat die Abteilung endlich auch aus dem Institut heraus finanzierte Forschungsstellen, so daß, wie in anderen Abteilungen auch, eine institutsfinanzierte Forschung durchgeführt werden kann. Im Krankenhaus werden bis zu 200 Malaria-Patienten pro Jahr betreut, so daß eine umfangreiche Auswertung des Ablaufs der Malaria-Erkrankung möglich ist. Außerdem sind in der Abteilung Endothelzell-Kulturen etabliert, um die Situation des Patienten bei schwerer Malaria-Attacke zu simulieren, daraus haben sich schon eine Reihe von neuen Erkenntnissen ergeben hinsichtlich des Ablaufs der schweren Malaria tropica. Die Untersuchungen beziehen sich insbesondere auf das Zytokin-System und andere Mediatoren, Endothel-Reaktionen und Interaktionen mit Parasiten, oder auf das hämostasiologische System als feiner Indikator für die Krankheitsabläufe. Mit der Unterstützung aus dem Instituts-Budget kann diese Forschung nun intensiviert werden.

Seit 1983 war die Klinische Abteilung intensiv in der Erforschung der Pathologie der HIV-Infektion tätig. Schon damals wurde die Theorie aufgestellt, daß es möglicherweise ein Tierreservoir im afrikanischen Busch gibt, von dem die Ausbreitung der HIV-Infektion ausgegangen ist. In den vergangenen Jahren und gerade in jüngster Zeit haben intensive epidemiologische und phylogenetische Studien gezeigt, daß HIV-1 von drei regional vorkommenden Schimpansen-Populationen und HIV-2 von Meerkatzen in Afrika herzuleiten ist. Somit kann festgestellt werden, daß die HIV-Infektion (durch HIV-1 und HIV-2) eine Tropenkrankheit ist, die aus Afrika stammt und über die ganze Welt verbreitet worden ist, so wie in früheren Jahrhunderten die Cholera, die Pocken und die Pest und Lepra über die ganze Welt verbreitet worden sind.

Es ist eine wichtige Aufgabe von Tropeninstituten und Instituten, die sich mit der Parasitologie befassen, sich mit der HIV-Forschung aus folgenden Gründen auseinanderzusetzen:

Die Klinik und die dort tätigen Ärzte sind nicht nur mit der Routinearbeit für die Patienten und der wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt, sondern auch in der Lehre sowie Fort- und Weiterbildung tätig. So beteiligt sich die Abteilung am dreimonatigen Kurs zur Erlangung des Tropendiploms mit zahlreichen Vorlesungen, Patientenvorstellungen und Seminaren. Außerdem führen Ärzte der Klinischen Abteilung Untersuchungskurse, Praktika und Vorlesungen für Studenten der Universität Hamburg durch und sind darüber hinaus bei Ärzteschaften und anderen Gelegenheiten aktiv tätig. Eine weitere wesentlich Aktivität der Klinischen Abteilung ist auch eine telefonische Impfberatung und allgemeine reisemedizinische Beratung sowie die Durchführung von Standardimpfungen für Reisen in die Tropen.

Manfred Dietrich


Figure A:

Histologic section of aspirated bone marrow. The klarge cells are megakyryocytes. 
Giemsa staining. x20

Figure B:

Immunohistochemical reaction showing CD4+ T lymphocytes. Bone marrow aspirate. x 40
 

 


 
Clinical Department's Stuff
 
Prof. Dr. Manfred Dietrich (Head and Physician in Chief)
 
Research Staff
  
Dr. Collins B. Chiwakata
Dr. Christoph Hemmer
Dr. Christoph Manegold
Dr. Inge Waase
  
HIV Epidemiology
  
Dr. Annett Wywiol
   
Docmentation
  
Helga Schulte
   
Technical Assistance
   
Claudia Jülch
Doreen Müller
Doctoral Students
  
Bettina Bosch 
Christoph Brachthäuser
Alessandro Cuneo
Christiane Hagen 
Alexandra Hoffmann
Kai-Uwe Kiene
Simone Trabert 
Routine Staff In-patient and Out-patient Department

 

Hospital Staff
  
Secretariat and Documentation
  
Dr. Collins B. Chiwakata
Dr. Christine Götte
Dr. Christoph Hemmer
Dr. Evelyn Kramme
Dr. Ute Lippert
Dr. Ying-Ru Lo
Dr. Friederike Raberg
Dr. Inge Waase
Thies Marquardt
Dr. Hinrich Sudeck
 
Karin Bielenberg
Martina Funcke
Monika Jaworski
Irene Michael
Barbara Schoenewald
Heidi Stäcker
Brigitte Stehr
Psychologists
  
Endoscopy/Physiotherapy
  
Gisela Legler
Michael Vogel
Henriette Conrath-Schaude
Manfred Eggert
Martina Lipsch
Petra Wichmann
  
Support Staff
  
X-Ray
  
Klaus Hanson (Director of Nursing)
Susanne Blinn (Vice Director of Nursing)
  
Liane Pape-Sylvester
Doris Wallat 
  
Laboratory
  
Sylvia Bücker
Claudia Jülch
Petra Plähn
Anja Rademacher
Christine Wegner
Iris Zielke