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NATIONALES REFERENZZENTRUM (NRZ)
für tropische Infektionserreger
 

 

NRZ für tropische Infektionserreger
am Bernhard-Nocht-Institut

für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg

Telefon: 040 42818-401
Telefax: 040 42818-400

Email:

Leitung: Prof. Dr. B. Fleischer, Prof. Dr. E. Tannich

Download Einsendescheine:    
Allgemeines
 


Das Referenzzentrum deckt ein breites Spektrum tropischer Erreger ab
(parasitäre und virale Infektionen der Tropen):

  • Protozoen: Plasmodium sp., Leishmania sp., Trypanosoma sp., Entamoeba sp.
  • tropische Helminthen: Schistosoma sp., Fasciola sp., Paragonimus sp., Filarien, Strongyloides sp.
  • tropische Viren: Filoviren, Flaviviren, Togaviren, Bunyaviren, Arenaviren, Poxviren

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit des Nachweises von Mycobacterium ulcerans und Mycobacterium leprae. Das Spektrum soll um dimorphe Pilze erweitert werden.

Das NRZ arbeitet mit internationalen Organisationen zusammen, insbesondere mit den
Collaborative Centers der WHO, mit der Organisation der europäischen tropenmedizinischen Institute (TropMedEurope) und dem European Network for Imported Viral Diseases (ENIVD). Epidemiologische Untersuchungen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut.

 

Aufgaben der Nationalen Referenzzentren

Melde- und Referenzstelle für in Deutschland diagnostizierte Amöbiasisisfälle

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Hinweise
 
  • Bei Verdacht auf Infektion mit hämorrhagischen Fieberviren, die ggfs. umfangreiche Quarantänemaßnahmen nach sich ziehen, wird ein diagnostischer Notdienst vorgehalten. Ein Ergebnis der Differentialdiagnostik ist innerhalb von 6 Stunden nach Eintreffen der Probe zu erwarten. Der Notdienst ist rund um die Uhr über die Telefonzentrale des BNI erreichbar (040/ 42818-0).
  • Bei speziellen diagnostischen Anforderungen empfiehlt sich eine Absprache mit dem Laboratorium. Für Differentialdiagnosen sind möglichst genaue Angaben zum Patienten erfoderlich (Herkunftsland, Reiseroute, genaue Beschreibung der Symptome, bestehende Erkrankungen, z.B. AIDS).
    Bitte Einsendeschein verwenden.
  • Anforderungen an das Untersuchungsgut können mit dem Labor besprochen werden.


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Beratung
 


Eine telefonische Beratung wird für diagnostische Laboratorien und klinisch tätige Ärzte zu Fragen und Möglichkeiten der tropenspezifischen mikrobiologischen Diagnostik angeboten, insbesondere zu Fragen des Materialtransports, der möglichen Anzuchtverfahren sowie des Stellenwertes serologischer und molekulargenetischer Methoden.

Mikrobiologische Zentraldiagnostik
Tel. 0151 25312748 (9-16 Uhr)

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Begutachtung
 


Eine Begutachtung von gefärbten Ausstrichen oder Schnitten und Herstellung von Schnitten aus eingebettetem oder nativen Gewebe wird von der Abteilung Infektions-Pathologie angeboten. Einsendungen bitte zuvor telefonisch absprechen.

Abteilung für Infektions-Pathologie
Prof. Dr. Paul Racz
Tel. 040 42818-499

 

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Erregernachweise
 
  • Serologischer Erregernachweis für Plasmodien, Leishmanien, Trypanosomen, Amöben, Viren und M. leprae
  • Direkter Erregernachweis durch parasitologische (Färbung und Extraktion), virologische, molekulargenetische (PCR-) Methoden.
  • Histopathologische Untersuchung zum Nachweis von Erregern in Biopsiematerial (nach Absprache mit der Abteilung für Pathologie, s.o.).
  • Primärisolierung und Kultivierung von Tropenviren, Leishmanien, Amöben.
  • Elektronenmikroskopie.

 

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Referenzmaterialien
 


Eine Bank von charakterisierten Stämmen und Patientenisolaten der o.a. Protozoen und Viren wird vorgehalten. Aus dieser Bank werden Proben für Ringversuche oder für den Aufbau diagnostischer Verfahren an andere Laboratorien abgegeben.

Weiterhin besteht eine umfangreiche Bank charakterisierter Seren von Patienten mit tropischen Infektionen. Das NRZ stellt außerdem definierte RNA oder DNA-Präparationen für die molekulare Diagnostik her und stellt sie auf Anfrage zur Verfügung.


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Probenversand
 


Bitte bruchsichere Behälter verwenden. Bei flüssigen Proben muss der Behälter ausreichend Absorptionsmaterial enthalten, um ggf. den Inhalt des Probengefäßes aufzunehmen. Der Anforderungsschein muss vom Untersuchungsgut getrennt bleiben, um Kontaminationen zu vermeiden. Umschläge von außen bitte als medizinisches Untersuchungsgut kennzeichnen. Die gesetzlichen Bestimmungen für den Transport von infektiösen Proben sind ggfs. zu beachten.

 

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Stand 10/2010

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