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NATIONALE FORSCHUNGSKOOPERATIONEN


Kompetenznetzwerk HIV für Deutschland


Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Teilgebiet Immunpathologie: Prof. Paul Racz, Abteilung für Pathologie

Im Kompetenznetz der Medizin HIV/AIDS haben sich seit 2001 die wesentlichen deutschen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen, die im Bereich der klinischen Forschung und der kliniknahen Grundlagenforschung zu HIV und AIDS tätig sind. Basis der gemeinsamen Tätigkeit ist der Aufbau einer repräsentativen und möglichst umfassenden Patientenkohorte. Sie umfasst inzwischen mehr als 14.000 Patienten und somit fast ein Drittel aller in Deutschland lebenden HIV-Infizierten an der Kohortenstudie teil. Im Ergebnis sollen über eine koordinierte Bündelung der Forschungsaktivitäten günstigere Voraussetzungen geschaffen werden für eine Verbesserung der Behandelbarkeit der HIV-Erkrankung, eine Erhöhung der Lebensqualität und eine Verlängerung der Lebenserwartung von HIV-infizierten Patienten.

Koordination: Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, Klinik für Dermatologie und Allergologie
an der Ruhr-Universität Bochum


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Nationales Genomforschungsnetz - Krankheitsbekämpfung durch Genomforschung


Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Norddeutsches Netzwerk "Infektion und Entzündung"
Koordinator: Prof. Dr. Rolf Horstmann, Bernhard-Nocht-Institut

Das Norddeutsche Netzwerk "Infektion und Entzündung" wird seit Mai 2001 im Rahmen des Programms "Nationales Genomforschungsnetz - Krankheitsbekämpfung durch Genomforschung" gefördert. Ziel ist die Erforschung der komplexen genetischen Zusammenhänge, die den Verlauf von menschlichen Infektionskrankheiten beeinflussen. Die Gene programmieren den Schaltplan für alle Vorgänge im Körper. Es ist wichtig zu wissen, welche Fehler in diesem Schaltplan zu einer Krankheit beitragen. Hier können die Weichen für innovative neue Therapiekonzepte gestellt werden.

In den Leibniz-Instituten Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und Forschungszentrum Borstel sind Teilprojekte zu den weltweit bedeutsamsten Infektionskrankheiten Malara und Tuberkulose angesiedelt. Im Rahmen der Projekte wurden in Ghana mehrere Tausend Malaria- und Tuberkulose-Patienten rekrutiert und untersucht. Dort unterhält das Bernhard-Nocht-Institut ein Forschungszentrum in Kooperation mit der Universität von Kumasi.
In der ersten Projektphase 2001-2004 sammelten die Wissenschaftler insgesamt mehr als 14.000 Blutproben. Keine andere Malariastudie war bisher so umfassend. Erhebung und Auswertung der genetischen Daten erfolgt in der zweiten Projektphase ab 2004 (gefördert mit insgesamt 1,8 Mio. €).


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SFB 841"Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen"
 


Der Sonderforschungsbereich (SFB) 841 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) widmet sich den auslösenden Ursachen und Mechanismen entzündlicher Lebererkrankungen. Ziel ist es, neue Strategien und Ansatzpunkte für die Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen zu entwickeln.

Insgesamt 14 universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligen sich am SFB 841. Neben dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE), sind das Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) vertreten, das Biochemische Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, das Goldyne Savad Institute of Gene Therapy, Hadassah Medical Centre, Hebrew University of Jerusalem, Israel, sowie das Institut für Mikrobiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Schweiz. Das BNI leitet insgesamt drei Teilprojekte, die sich vor allem mit Fragen der Leberbeteiligung bei Infektionen mit einzelligen Parasiten beschäftigen:

Teilprojekt A1 - Immunevasionsmechanismen von Plasmodien während der Leberphase.
Projektleiter: Prof. Dr. Volker Heussler

Teilprojekt A2 - Organschädigung und Regeneration beim Amöbenleberabszess.
Projektleiter: PD Dr. Hannelore Lotter, Prof. Dr. Egbert Tannich

Teilprojekt B4 - Protektive und pathogenetische Rolle von T-Zellen bei der Malaria.
Projektleiter: PD Dr. Thomas Jacobs

Weitere Informationen: www.sfb841.de
Sprecher: Prof. Dr. med. Ansgar W. Lohse, Fachbereich "I. Medizinische Klinik" des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

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DFG-Schwerpunktprogramm "Stammesgeschichte der Tiere - Deep Metazoan Phylogeny" (SPP 1174)
 
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2005 - 2010

Teilprojektleiterin: Prof. Dr. Iris Bruchhaus , Abteilung für Molekulare Parasitologie

Das Schwerpunktprogramm bringt Experten für verschiedene Tiergruppen, Morphologen, Paläontologen, Molekularsystematiker und Informatiker zusammen. Durch Kombination der Kenntnisse dieser verschiedenen Spezialisten kann im Schwerpunktprogramm ein Datensatz erhalten werden, der in Qualität und Umfang alles bisher Publizierte deutlich übersteigt. Ziel ist es, wichtige Aspekte der Stammesgeschichte der Tiere, aber auch Prozesse der molekularen Evolution und der historischen Prozesse der Evolution von Phänotypen zu rekonstruieren.

Sprecher: Johann Wolfgang Wägele, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK), Bonn
SPP-Info: http://www.deep-phylogeny.org/


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Stand 08/2010

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