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Sommer 1892
Die große Cholera-Epidemie fordert in Hamburg
fast 9000 Tote. Als Reaktion auf die Epidemie, deren Ursache vor allem
in den mangelhaften hygienischen Verhältnissen zu suchen ist, wird eine
Reform des Gesundheitswesens eingeleitet.
1.4.1893
Der Marinearzt Bernhard Nocht (1857-1945) tritt
das neugeschaffene Amt des Hamburger Hafenarztes an.
1.10.1900
Das "Institut für Schiff-und Tropenkrankheiten"
nimmt nach Umgestaltung des Hamburger Seemannskrankenhauses seine Arbeit
auf. Bernhard Nocht, Direktor des Instituts und gleichzeitig Chefarzt
der Klinik, widmet es "der Lehre, der Forschung und der Heilung".
1901
Am Institut finden die ersten Ausbildungskurse
für Schiffs- und Marineärzte statt.
1905
Gustav Giemsa, einer der ersten Mitarbeiter Bernhard
Nochts, verbessert die Romanowsky-Färbung durch eine Stabilisierung der
Färbelösungen. Dadurch gelingt es, reproduzierbare Färbeergebnisse von
Zellen und Erregern zu erhalten. Die Methode gehört noch heute zum Standardrepertoire
vieler Laboratorien.
1911-1926
Am Institut wird an einer Verbesserung der Chinintherapie
der Malaria gearbeitet. Phokion Kopanaris entdeckt, dass Malaria-Medikamente
bei Mensch und Kanarienvögeln ähnlich wirken. Experimente mit veränderten
Chinin-Rezepturen müssen nicht mehr am Menschen durchgeführt werden.
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