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CHRONIK
Bernhard-Nocht-Institut 1900-2007




Bernhard Nocht
Direktor 1900-1930

Sommer 1892
Die große Cholera-Epidemie fordert in Hamburg fast 9000 Tote. Als Reaktion auf die Epidemie, deren Ursache vor allem in den mangelhaften hygienischen Verhältnissen zu suchen ist, wird eine Reform des Gesundheitswesens eingeleitet.

1.4.1893
Der Marinearzt Bernhard Nocht (1857-1945) tritt das neugeschaffene Amt des Hamburger Hafenarztes an.

1.10.1900
Das "Institut für Schiff-und Tropenkrankheiten" nimmt nach Umgestaltung des Hamburger Seemannskrankenhauses seine Arbeit auf. Bernhard Nocht, Direktor des Instituts und gleichzeitig Chefarzt der Klinik, widmet es "der Lehre, der Forschung und der Heilung".

1901
Am Institut finden die ersten Ausbildungskurse für Schiffs- und Marineärzte statt.

1905
Gustav Giemsa, einer der ersten Mitarbeiter Bernhard Nochts, verbessert die Romanowsky-Färbung durch eine Stabilisierung der Färbelösungen. Dadurch gelingt es, reproduzierbare Färbeergebnisse von Zellen und Erregern zu erhalten. Die Methode gehört noch heute zum Standardrepertoire vieler Laboratorien.

1911-1926
Am Institut wird an einer Verbesserung der Chinintherapie der Malaria gearbeitet. Phokion Kopanaris entdeckt, dass Malaria-Medikamente bei Mensch und Kanarienvögeln ähnlich wirken. Experimente mit veränderten Chinin-Rezepturen müssen nicht mehr am Menschen durchgeführt werden.

   

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