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Im Mittelpunkt steht die Forschung. Das Institut vereint hochtechnologische
Laboruntersuchungen zur Biologie von Krankheitserregern, ihrer Reservoirtiere
und Überträger mit Immunologie und Wirtsgenetik, klinischen
Studien, Epidemiologie und Krankheitsbekämpfung im Endemiegebiet.
Gegenwärtig konzentrieren sich die Untersuchungen auf Malaria, hämorrhagische
Fieber und Gewebewurm-Infektionen. Für Arbeiten mit hochinfektiösen
Erregern wir Lassa- und Ebola-Viren ist das Institut mit Hochsicherheitslaboratorien
der biologischen Sicherheitsstufe 4 ausgestattet.
Im Rahmen eines Staatsvertrags mit der Republik Ghana betreibt das BNI
in Zusammenarbeit mit dem ghanaischen Gesundheitsministerium und der Kwame
Nkrumah Universität in Kumasi das "Kumasi Centre for Collaborative
Research in Tropical Medicine" (KCCR), ein Forschungs- und Ausbildungszentrum,
das mit modernen Laboratorien ausgestattet ist und als Plattform für
gemeinsame ghanaisch-internationale Forschungsprojekte Wissenschaftlern
aus aller Welt offen steht.
Zu den Dienstleistungen des Instituts gehören eine klinische Ambulanz,
die vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf betrieben wird, eine
enge Zusammenarbeit in der klinischen Tropenmedizin mit der Bundeswehr
sowie Beratung von Medizin und Wissenschaft, Industrie, Politik und Öffentlichkeit,
die sehr zur nationalen Bedeutung des Instituts beiträgt. Mit seiner
Labordiagnostik dient das Institut als Nationales Referenzzentrum für
den Nachweis tropischer Infektionserreger, als internationales Referenzlabor
für das SARS-Coronavirus und als Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation
für hämorrhagische Fieberviren.
Die Fortbildungsaktivitäten des Instituts richten sich vorwiegend
an Ärzte und Wissenschaftler und beinhalten einen dreimonatigen,
ganztägigen Kursus in Tropenmedizin, der wesentlicher Bestandteil
der Weiterbildungsordnung der deutschen Ärztekammern ist. Kleinere
Kurse werden zu Reisemedizin, Diagnostik von Parasiten und anderen Spezialgebieten
angeboten.
Das Institut gehört zur Leibniz-Gemeinschaft, einer der vier großen
Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Träger sind das Bundesministerium
für Gesundheit sowie die Behörde für Wissenschaft und Forschung
der Freien und Hansestadt Hamburg.
Zu den herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des Instituts zählen
die Identifizierung des SARS-Coronavirus 2003 und die Entdeckung eines
bisher unbekannten, frühen Blut-Stadiums der Malaria-Erreger 2006.
Download
BNI-Organigramm (pdf)
Links:
Bundesministerium für
Gesundheit (BMG)
Behörde für
Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG)
Lebniz-Gemeinschaft
Stand 04/2009
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